Finger weg von unseren Stadtwäldern!

Darum geht’s

Wieder einmal wird Natur zerstört, als wäre sie beliebig austauschbar: der Lübecker Stadtwald soll für eine Stromtrasse zerschnitten werden, obwohl es eine geeignete Alternative um den Wald herum gibt. Dabei sind Stadtwälder kein Luxus, sondern die Grundlage für lebenswerte Städte: Sie kühlen überhitzte Quartiere, speichern Wasser, reinigen die Luft und geben uns einen dringend benötigten Ort für Erholung und Naturnähe. Wer sie heute zerstört, nimmt uns Schutz vor Hitze, Lebensqualität und eine gesunde Umgebung.

Der Fall Lübeck ist kein Einzelfall: Wertvolle stadtnahe Wälder werden deutschlandweit für Infrastruktur, Bebauung oder wirtschaftliche Interessen geopfert.

Das ist kein Fortschritt, sondern ein Angriff auf unsere natürlichen Lebensgrundlagen: Zerstörter Wald lässt sich nicht einfach durch Neupflanzungen ersetzen. Diese Entscheidungen bestimmen, wie lebenswert unsere Städte morgen noch sind. Jetzt unterschreiben – für den Schutz unserer Stadtwälder. Heute Lübeck. Morgen überall.

Jetzt unterschreiben:

Unterschreibe jetzt: Unsere Stadtwälder dürfen nicht rein wirtschaftlichen Interessen geopfert werden.

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Petition: Finger weg von unseren Stadtwäldern!

Stadtwälder sind unverzichtbar. Sie kühlen unsere Städte, spenden Schatten, speichern Wasser, reinigen die Luft und sind für viele Menschen der letzte Rückzugsort in der Hitze. Wer sie zerstört, nimmt uns Schutz, Gesundheit und Lebensqualität.

Trotzdem werden sie immer wieder gerodet und zerstört — für Infrastrukturprojekte, Bebauung oder wirtschaftliche Interessen. Aktuell droht dem Lübecker Stadtwald die Zerschneidung durch eine Stromtrasse. Ausgerechnet in einer Zeit, in der wir jeden einzelnen Wald dringender brauchen denn je, sollen wieder Bäume, Böden und gewachsene Ökosysteme zerstört werden.

Der Fall Lübeck ist kein Einzelfall. Überall in Deutschland werden Stadtwälder bedroht, weil sie immer wieder für Bauprojekte, Straßen oder andere Interessen geopfert werden. Jedes Mal heißt es: Das geht nicht anders. Die Rodung läge im „überragenden öffentlichen Interesse“. Doch in den allermeisten Fällen gibt es Alternativen – sogar sehr gute – sie sind jedoch politisch nicht gewollt.  So werden unsere Stadtwälder Schritt für Schritt zerstört – obwohl wir sie dringender brauchen denn je.

Wer Stadtwälder schwächt, greift unsere Lebensqualität, unsere Gesundheit und die Zukunft unserer Städte an.

Wir fordern: Stadtwälder dürfen nicht länger für kurzfristige Interessen geopfert werden. Stattdessen müssen sie geschützt werden – konsequent und ohne Ausnahmen. Wälder sind keine Verhandlungsmasse, sondern lebenswichtig für uns alle. 

Lübeck ist kein Einzelfall: Vom Berliner Stadtwald bis zu weiteren bedrohten Waldflächen in Köln zeigt sich dasselbe Muster – wertvolle stadtnahe Wälder geraten unter Druck, sobald Infrastruktur, Bebauung oder wirtschaftliche Interessen Vorrang bekommen.

Heute Lübeck. Morgen der nächste Stadtwald. Stoppen wir endlich diese Politik gegen unsere Lebensgrundlagen und schützen wir unsere Stadtwälder.

Berlin

In Berlin zeigt sich die Krise besonders drastisch: Der Stadtwald ist in einem alarmierenden Zustand. Jahrzehntelange Eingriffe und anhaltende Trockenheit haben ihn geschwächt und ausgedünnt. Hitze und Dürre verschärfen die Lage zusätzlich.

Was fehlt, ist eine belastbare Grundlage für Entscheidungen: Bis heute gibt es kein ausreichendes Monitoring, das wirklich Aufschluss darüber gibt, welche Form der Bewirtschaftung dem Wald unter den aktuellen Klimabedingungen hilft – und welche ihm weiter schadet.

Genau deshalb ist es fahrlässig, im Blindflug weitere Eingriffe vorzunehmen. Wir brauchen erst eine solide Datengrundlage, bevor Eingriffe erfolgen, die sich nicht rückgängig machen lassen.

Aus unserer Sicht muss das Einschlagmoratorium, das in Berlin bis April dieses Jahres galt, zumindest so lange fortgeführt werden, bis eine fundierte Steuerung auf Basis von Daten möglich ist.

Mehr noch: Angesichts des aktuellen Zustands des Waldes steht im Raum, ob es nicht sinnvoll wäre, vorerst ganz auf Holzeinschlag außerhalb der Verkehrssicherungspflicht zu verzichten.

 

Denn klar ist: Schon heute ist nur noch ein kleiner Teil der Bäume wirklich gesund – rund 97 % weisen Schäden auf. Ohne eine Kurskorrektur riskieren wir, die Stabilität des Stadtwaldes weiter zu untergraben, statt sie zu stärken.

Köln

Auch in Köln steht ein Stadtwald unter Druck: Das Gremberger Wäldchen, ein wichtiges Naherholungsgebiet und Rückzugsraum für Artenvielfalt, soll teilweise für den Ausbau der Bahninfrastruktur weichen. Für viele Menschen vor Ort ist dieser Wald unverzichtbar – und trotzdem wird er zur Verfügungsmasse erklärt. Für mehr Verkehr, mitten in der Klimakrise.

Lübeck

Im Bartelsholz des Lübecker Stadtwaldes soll eine neue Höchstspannungsleitung gebaut werden. Die aktuelle Planung sieht vor, den Wald zu durchschneiden – mit massiven Folgen: Bis zu 10 Hektar wertvoller Stadtwald würden zerstört werden. Dabei gibt es eine bessere Lösung. Die Hansestadt Lübeck selbst bezeichnet die sogenannte Nordumgehung über ökologisch geringwertige Ackerflächen als „ideale Variante“. Sie würde den Wald schützen – wird aber bislang aus vermeintlichen Kostengründen und wegen privater Flächeninteressen zurückgestellt.

Der Lübecker Stadtwald ist bundesweit etwas Besonderes: Er wird nach dem sogenannten „Lübecker Modell“ bewirtschaftet – einem international beachteten Konzept der naturnahen, minimalinvasiven Waldnutzung. Statt großflächiger Eingriffe setzt dieses Modell auf natürliche Prozesse, dauerhafte Waldstrukturen und schonende Nutzung. Es verbindet erfolgreichen Klimaschutz, hohe Biodiversität und wirtschaftliche Nutzung auf einzigartige Weise. Gerade deshalb ist dieser Wald nicht irgendeine Fläche, sondern ein Vorbild für zukunftsfähige Waldnutzung – und besonders schützenswert.

Jetzt unterschreiben!
  • Das eigentliche Problem: Wälder werden immer wieder geopfert, sobald Infrastruktur- oder Wirtschaftsinteressen Druck machen.

Prominente Unterstützer*innen:

„Der Wald gehört uns allen – und er braucht jetzt unsere Hilfe. Ich unterstütze die Petition der DUH, weil wir die Chance haben, den Stadtwäldern Deutschlands eine Zukunft zu geben.“

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