Mehr feiern. Weniger Müll.

Darum geht’s

Du gehörst zu den rund vier Millionen Menschen, die jedes Jahr auf Musikfestivals gehen? Dann kennst du das Gefühl: Lieblingsacts, Sommernächte, Camping mit Freund*innen und dieses besondere Festivalgefühl, auf das man monatelang hinfiebert. Doch mit dem Sonnenaufgang auf dem Campingplatz kommt oft das böse Erwachen: Zurück bleiben vermüllte Wiesen, überquellende Mülltonnen und Berge aus Einweg-Bechern und Einweg-Geschirr. 

Für unseren Festival-Müll-Check haben wir die größten Festivals Deutschlands unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Beim Thema Müllvermeidung gibt es noch viel Luft nach oben – vor allem bei Mehrweg für Speisen, Mülltrennung, Müllpfand und nachhaltigen Sanitärkonzepten. Besonders Parookaville und Nature One fallen negativ auf. Dort gehören Einwegbecher, Dosen und Einweg-Plastikflaschen leider noch immer zum Festivalalltag.  

Wir finden: Wer hunderttausende Menschen zum Feiern in der Natur zusammenbringt, kann auch Verantwortung für weniger Müll übernehmen. Deshalb machen wir Druck auf die größten Festivals Deutschlands: für weniger Müll und mehr Verantwortung für eine saubere Umwelt. 

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für saubere Festivals mit weniger Müll! 

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  • Parookaville verbraucht jedes Festivalwochenende rund 850.000 Einweg-Becher und Getränkedosen • Echte Mehrwegsysteme könnten rund 23 Tonnen Müll vermeiden • Das würde etwa 71 Tonnen CO₂ einsparen.
  • Nature One verbraucht jedes Festivalwochenende rund 515.000 Einweg-Becher, Einweg-Flaschen und Getränkedosen • Echte Mehrwegsysteme könnten rund 17 Tonnen Müll vermeiden • Das würde etwa 19 Tonnen CO₂ einsparen.

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Petition für weniger Müll auf Festivals

In Deutschland finden jedes Jahr knapp 1.800 Musikfestivals statt – viele davon mitten in der Natur. Wo tausende Menschen zusammenkommen, entstehen auch große Mengen Abfall. Einwegbecher, vermüllte Campingflächen und Chemie-Dixies gehören auf vielen Festivals noch immer zum Alltag – das muss sich ändern. Gerade große Festivals tragen Verantwortung. Sie setzen Standards für Gastronomie, Dienstleister, Sponsor*innen und hunderttausende Besucher*innen und entscheiden mit darüber, ob Müllberge durch Einwegbecher und Einweggeschirr und vermüllte Campingflächen weiter als normal gelten. 

Deshalb haben wir einen Festival-Check zum Abfallmanagement großer Festivals durchgeführt. Das Ergebnis: Viele große Festivals zeigen längst, dass Mehrweg für Getränke funktioniert. Laut unserem Check setzen bereits 8 von 10 der größten Festivals bei Kaltgetränken auf Mehrwegbecher. Parookaville und Nature One hinken dagegen noch hinterher. Beim Parookaville wird Pfand auf Einwegbecher verlangt, um sie besser zu recyceln – unnötiger Müll und Ressourcenverbrauch sind sie trotzdem. Und das Müllproblem endet nicht beim Getränkebecher – warum bekommt man sein Essen weiterhin auf Einweg-Papptellern oder in Einweg-Plastikschalen? Auch Mülltrennung auf Campingflächen, Rückgabe- oder Verleihsysteme für Campingausrüstung und weniger Wegwerf-Merch werden vielerorts noch vernachlässigt, obwohl andere Festivals zeigen, dass bessere Lösungen möglich sind. 

Wir wollen feiern – aber nicht auf Kosten der Umwelt. Deshalb fordern wir von Parookaville, Nature One und allen anderen Festivalveranstaltenden: 

  • 100% Mehrweg für Getränke und für Speisen  
  • bessere Mülltrennung und weniger Vermüllung  
  • kein kostenloser Wegwerf-Merch 
  • nachhaltigere Sanitär- und Hygienekonzepte 

Mit deiner Unterschrift machst du Druck für Festivals mit weniger Müll und mehr Verantwortung für die Umwelt. 

Alle Forderungen ansehen 

1.Mehrweg auf die Mainstage! 

Getränke und Speisen müssen auf Festivals standardmäßig in Mehrwegverpackungen ausgegeben werden – statt in Einwegbechern, Dosen und Wegwerftellern. Parookaville und Nature One hinken bei Mehrweg für Getränke noch hinterher, obwohl viele große Festivals längst zeigen, dass funktionierende Mehrwegsysteme möglich sind. Mau sieht es noch beim Essen aus – da ist Einweg bislang Standard. Nur Rock am Ring und Rock im Park setzen immerhin zu 18 Prozent Mehrweggeschirr ein. Veranstaltende sollten neutrales Mehrweggeschirr einsetzen, das auch auf weiteren Events genutzt werden kann, möglichst lokal spülen lassen und sowohl Besucher*innen als auch Gastronom*innen die Rückgabe so einfach wie möglich machen. 

2. Leaveno Trash behind. 

Mülltrennung muss überall dort möglich sein, wo Müll entsteht – vor Bühnen, an Essensständen und besonders auf Campingflächen. Festivals brauchen gut sichtbare Trennsysteme, Müllpfand gegen vermüllte Campingplätze und bessere Lösungen für die Wiederverwendung von zurückgelassenen Zelten, Campingausrüstung und das Sammeln von Elektroschrott wie RFID-/NFC-Chips der Festivalbändchen.

3. Kein Merch für die Tonne.

Kostenfreier Wegwerf-Merchandise, Give-aways und Billigprodukte dürfen nicht länger Teil der Festival-Logik sein. Festivalartikel sollten langlebig, sinnvoll und wirklich gewollt sein – statt nach wenigen Stunden im Müll oder auf der Wiese zu landen.

4. Dixie war gestern. Kreislauf ist Zukunft.

Auch Sanitärkonzepte müssen nachhaltiger werden: weniger Wasserverbrauch, weniger Chemie und weniger Einwegmaterial. Wo möglich, sollten Festivals Kompost- oder Trockentrenntoiletten einsetzen sowie Recyclingpapier nutzen. 

Parookaville und Nature One, ihr könnt das besser! Wer hunderttausende Menschen begeistert, kann auch Verantwortung übernehmen. Macht Mehrweg zum Standard, sorgt für saubere Campingflächen, stoppt unnötigen Müll und zeigt, dass Festivalfreude und Umweltschutz zusammengehören. 

Was deine Unterschrift bewirkt?

Mit deiner Unterschrift machst du Druck auf die größten Festivals Deutschlands und zeigst: Festivalbesucher*innen wollen weniger Müll und mehr Verantwortung für die Umwelt. 

Nach der Festivalsaison nutzen wir die Ergebnisse unseres Festival-Checks, um auf Festivals mit Verbesserungsbedarf zuzugehen und konkrete Veränderungen einzufordern. Unser Ziel: Beim nächsten Festival-Check sollen mehr Festivals auf Mehrweg, Müllvermeidung und bessere Trennkonzepte setzen. Je mehr Menschen die Petition unterstützen, desto größer wird der Druck auf die Veranstaltenden. Und wir bleiben dran: Im nächsten Jahr überprüfen wir, was sich verbessert hat.  

Mit deiner Unterschrift hilfst du dabei, aus Forderungen Veränderungen zu machen – für Festivals mit weniger Müll und mehr Verantwortung. Mehr feiern. Weniger Müll. 

Festival-Check:

  • Mehrweg bei Getränken: 8 von 10 Festivals setzen bei Getränken bereits auf Mehrwegbecher.
  • Mehrweg für Speisen: Nur 3 von 10 Festivals bieten Mehrweg für Speisen an.
  • Mülltrennung: 9 von 10 Festivals trennen den Müll auf dem Festivalgelände nicht.
  • Müllpfand: 5 von 10 Festivals setzen auf ein Müllpfand gegen vermüllte Campingflächen.
  • Einweg-Merchandise: 3 von 10 Festivals verteilen weiterhin kostenloses Wegwerf-Merchandise.
  • Nachhaltige Toiletten Nur 5 von 10 Festivals nutzen teilweise kompostierbare Sanitärsysteme.

FAQs

Warum sind große Festivals besonders verantwortlich? 

Große Festivals bringen zehntausende Menschen zusammen und verursachen entsprechend große Mengen Abfall, Energie- und Ressourcenverbrauch. Gleichzeitig prägen sie Standards für Dienstleister, Gastronomie, Sponsor*innen und Besucher*innen. Gerade weil viele Festivals mitten in der Natur stattfinden, tragen sie besondere Verantwortung für saubere Flächen und weniger Müll. 

Warum ist Mehrweg besser als Einweg? 

Einwegbecher und -geschirr werden oft nur wenige Minuten genutzt und danach weggeworfen. Mehrwegbecher und -geschirr werden dagegen zurückgegeben, gespült und vielfach wiederverwendet. Dadurch entsteht weniger Müll und weniger Ressourcenverbrauch. Ein Mehrwegbecher ist beispielsweise nach nur fünf Spülungen besser als Einweg und verursacht nur etwa die Hälfte an CO2. Veranstaltende sollten neutrales Mehrweggeschirr einsetzen, das auch auf weiteren Events genutzt werden kann, möglichst lokal spülen lassen und sowohl Besucher*innen als auch Gastronom*innen die Rückgabe so einfach wie möglich machen. 

Warum sind Bambus-, Holz- oder Pappschalen nicht automatisch nachhaltig? 

Auch „natürlich“ aussehende Einwegverpackungen bleiben Einweg. Sie werden nach kurzer Nutzung entsorgt und verbrauchen bei Herstellung und Transport Ressourcen wie Holz und Wasser. Viele Produkte sind außerdem beschichtet und deshalb schwer recycelbar. Wenn außerdem alles in einer Tonne landet, wird der Abfall einfach nur verbrannt. Umweltfreundlicher ist deshalb ein System, das Müll vermeidet: Mehrweg statt Wegwerfprodukte. 

Warum ist Mülltrennung auf Festivals wichtig? 

Nur sauber getrennte Abfälle können recycelt werden – das gilt für Zuhause wie auch auf dem Festival. Deshalb braucht es gut sichtbare Trennsysteme für Restmüll, Plastik, Glas und Papier – besonders auf Campingflächen. Bleibt Müll liegen oder wird falsch entsorgt, belastet er Böden, Tiere und die Natur rund um Festivals. 

Was bringt ein Müllpfand? 

Müllpfand sorgt dafür, dass Festivalgäste ihren Müll zurückbringen statt liegen zu lassen und schafft direkt zu Beginn eine Sensibilität fürs Thema. Wer Müllsäcke gefüllt zurückgibt, erhält sein Pfand zurück. Das hilft gegen vermüllte Campingflächen und reduziert Müll in der Natur. Besonders sinnvoll ist Müllpfand, wenn es mit gut erreichbaren Trennstationen kombiniert wird – zum Beispiel für Restmüll, Plastik, Glas und Papier. So geht es nicht nur ums Einsammeln, sondern auch darum, Wertstoffe besser zu trennen und weiterzuverwerten. 

Was passiert mit zurückgelassenen Zelten? 

Zurückgelassene Zelte werden schnell zu Abfall. Dabei können viele Zelte repariert, wiederverwendet oder gespendet werden. Festivals sollten deshalb Rückgabestellen, Leihsysteme und Wiederverwendungskonzepte für Campingausrüstung anbieten. 

Warum ist Festival-Merch oft problematisch? 

Billige oder gar kostenlose Give-aways und Wegwerf-Merch landen häufig direkt im Müll. Auch Textilien sind nur nachhaltig, wenn sie lange genutzt werden. Festivalartikel sollten deshalb langlebig & gewollt sein und nicht kostenlos ausgegeben werden. 

Was ist das Problem bei Cashless-Armbändern? 

Viele Festival-Armbänder enthalten RFID-/NFC-Chips und werden nach dem Festival zu Elektroschrott. Deshalb braucht es Hinweise, Sammelstellen und Rückgabesysteme für die richtige Entsorgung und das Recycling der Chips. 

Warum sind Dixies problematisch? 

Chemietoiletten verbrauchen Wasser und arbeiten oft mit chemischen Zusätzen. Kompost- oder Trockentrenntoiletten sind ressourcenschonender, kommen ganz ohne Wasser und Chemie aus und helfen, Stoffkreisläufe besser zu schließen. Festivals sollten deshalb prüfen, wo nachhaltigere Sanitärlösungen möglich sind. 

Warum Recyclingpapier auf Festivals? 

Toilettenpapier und Papierhandtücher aus Recyclingpapier sparen Holz, Wasser und Energie. Gerade auf Festivals mit tausenden Besucher*innen kann das einen großen Unterschied machen. 

Was ist mit Glitzer und Konfetti? 

Viele Glitzer- und Konfettiprodukte bestehen aus Mikroplastik und belasten Böden und Gewässer. Deshalb gilt: möglichst darauf verzichten oder plastikfreie Alternativen nutzen und nichts in der Natur zurücklassen. 

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