Einweg-
E-Zigaretten verbieten!

Einweg-Vapes: Gesundheitsrisiko und Umweltsünde Darum geht’s

Der wachsende Konsum von Einweg-E-Zigaretten hat fatale Folgen für Umwelt und Gesundheit. Mit ihren knallbunten Designs und süßen Aromen ziehen sie gezielt Kinder und Jugendliche an. Gleichzeitig belasten sie die Umwelt massiv: mehr als 60 Millionen dieser Wegwerfprodukte verschwenden in Deutschland jedes Jahr massenhaft Ressourcen, heizen den Klimawandel an, lösen Brände im Hausmüll aus oder verschmutzen die Natur.

Deshalb fordern wir gemeinsam mit einem Bündnis von insgesamt 19 Gesundheits-, Kinderschutz-, Umweltschutz und Branchenverbänden ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten. Mehr als 40.000 Menschen haben unsere Petition bereits unterzeichnet.

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& Einweg-Vapes als Müll- und Gesundheitsproblem stoppen.

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  • Zwischenerfolg: Unsere Forderung zeigt Wirkung! Die Bundesregierung hat am 20. November 2025 angekündigt, unserer Forderung nachzukommen und Einweg-E-Zigaretten gesetzlich verbieten zu wollen. Zur Umsetzung braucht es ein vollumfängliches Produktverbot von Vapes, die nicht wiederbefüllbar sind oder deren Batterie nicht mit gängigen Ladekabeln (z.B. USB-C) aufgeladen werden kann.

Doch wir sind noch längst nicht am Ziel, denn nach einem aktuellen Referentenentwurf zur Änderung der Tabakerzeugnisverordnung sollen lediglich Aromen, jedoch keine Einweg-E-Zigaretten, verboten werden. Das wäre jedoch ein Geschenk an die E-Zigaretten-Lobby, denn die Hersteller würden verbotene Aromen einfach durch neue ersetzen und süchtig gewordene Jugendliche würden die Vapes auch ohne Aroma weiterrauchen. Somit blieben nicht nur die Gesundheits-, sondern auch die Umwelt- und Brandprobleme ungelöst.

Landwirtschaftsminister Alois Rainer ist zwar offiziell für die Änderung der mit Tabak- und Liquidprodukten in Zusammenhang stehenden Tabakerzeugnisverordnung verantwortlich, allerdings steht Gesundheitsministerin Nina Warken für den Gesundheitsschutz sowie für Sucht- und Drogenfragen in der Pflicht.

Deshalb fordern wir von Gesundheitsministerin Nina Warken und Landwirtschaftsminister Alois Rainer, das versprochene Verbot von Einweg-E-Zigaretten schnellstmöglich und konsequent umzusetzen!

Zuletzt unterzeichnet haben:

  • Antje
    Vor 2 Minuten
  • Brigitte
    Vor 2 Minuten
  • Thomas
    Vor 2 Minuten
  • Jörg
    Vor 4 Minuten
  • Heide
    Vor 5 Minuten
  • Job
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  • Anita
    Vor 8 Minuten
  • Lina
    Vor 10 Minuten
  • Edda
    Vor 11 Minuten
  • Corinna
    Vor 12 Minuten

Gemeinsamer offener Brief an Gesundheitsministerin Nina Warken und Landwirtschaftsminister Alois Rainer:

Sehr geehrte Gesundheitsministerin Warken,

sehr geehrter Landwirtschaftsminister Rainer,

in Deutschland werden schätzungsweise mehr als 60 Millionen Einweg-E-Zigaretten pro Jahr konsumiert (Verbraucherzentrale Hamburg 2023). Der regelrechte Boom an Einweg-E-Zigaretten führt nicht nur zu unnötiger Ressourcenverschwendung und verheerenden Bränden bei falscher Entsorgung, sondern ist vor allem eine große Gefahr für die Gesundheit vieler Jugendlicher und Kinder. Mit ihren knallbunten Designs und flotten Werbesprüchen, zielt das Marketing der süchtig machenden Produkte eindeutig auf junge Menschen ab. Daher fordern wir Sie dazu auf, in Deutschland ein nationales Verbot von Einweg-E-Zigaretten schnellstmöglich umzusetzen!

Offenen Brief weiterlesen

Einweg-E-Zigaretten sind besonders umweltschädigende Produkte und verschwenden wertvolle Ressourcen: Sie enthalten kritische Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder Kupfer, bei deren Abbau Natur zerstört und große Wassermengen verbraucht werden. Die Produktion der leistungsstarken Batterien verursacht hohe Treibhausgasemissionen. Einweg-E-Zigaretten werden bereits nach einem Nutzungszyklus zu Elektroschrott. Bei unsachgemäßer Entsorgung gehen die enthaltenen Rohstoffe für ein Recycling verloren und Schadstoffe können in die Umwelt gelangen (Material Focus, 2023).

Batterien in Einweg-E-Zigaretten sind brandgefährlich: Enthaltene Lithium-Ionen-Batterien können nicht entnommen werden. Bei unsachgemäßer Entsorgung können diese Brände verursachen, da sie sich bei Beschädigung stark erhitzen und selbst entzünden. Brände treten aktuell besonders häufig in Müllfahrzeugen, Sortier- und Recyclinganlagen auf (EUWID 2024: Verbändeumfrage), sind aber auch für private Haushalte nicht auszuschließen. Fehlentsorgte Einweg-E-Zigaretten können so Menschenleben gefährden.

Der vom Landwirtschaftsministerium vorgelegte Referentenentwurf der Tabakerzeugnisverordnung schlägt lediglich das Verbot von 13 Zusatzstoffen in E-Zigaretten vor. Das wäre reine Augenwischerei und zudem ein großes Geschenk an die E-Zigarettenindustrie. Es besteht die Gefahr, dass verbotene Aromastoffe schnell durch andere ersetzt werden. Zudem enthalten Einweg-E-Zigaretten süchtig machende Stoffe, die zu einem dauerhaften Konsum verleiten. Auch an der katastrophalen Ökobilanz der Einweg-Produkte und der Brandgefahr durch falsch entsorgte Vapes ändert sich durch ein Aromaverbot nichts.

Wir fordern Gesundheitsministerin Warken und Landwirtschaftsminister Rainer auf, die Ankündigung eines Verbots von Einweg-E-Zigaretten durch die Bundesregierung unverzüglich und konsequent umzusetzen – zum Schutz von Gesundheit, Umwelt und Ressourcen.

Mit freundlichen Grüßen

im Namen der unterzeichnenden Verbände: Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V., Bundesärztekammer e.V., Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V., Bundesverband der deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e.V., bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Deutsche Atemwegsliga e.V., Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V., Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V., Deutsche Lungenstiftung e.V., Deutsches Kinderhilfswerk e.V., Deutsches Krebsforschungszentrum, Deutsche Umwelthilfe e.V., Naturschutzbund Deutschland e.V., Nichtraucher Schutzverband e.V., Pro Rauchfrei e.V., Unfairtobacco – Blue 21 e.V., Verband der kommunalen Unternehmen e.V., Verbraucherzentrale NRW e.V., Zero Waste Germany e.V.

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