Netzpaket: Anschlussstau statt Energiewende (September 2026)
Statt den Ausbau des Stromnetz voranzutreiben, um die Energiewende zu ermöglichen, erreicht Katherina Reiche mit ihrem Netzpaket genau das Gegenteil. Statt den aktuellen Netzanschlussstau von Erneuerbaren Energie Anlagen mit klaren Regeln und verbindlichen Fristen aufzulösen, will Reiche den mehr als 800 Verteilnetzbetreibern noch mehr Spielraum geben. Sie sollen selbst festlegen dürfen, welche Projekte sie priorisieren und wann sie diese anschließen. Und das, obwohl viele Netzbetreiber über Jahrzehnte hinweg den Netzausbau verschleppt, haben. Das Ergebnis: weitere Verzögerungen und gefährdete Investitionen – ein regionaler Flickenteppich, der europaweit seinesgleichen sucht. Die Netzbetreiber, darunter große private Unternehmen, bekommen so noch mehr Macht und noch weniger Anreize die Energiewende voranzutreiben.
Das trifft ausgerechnet diejenigen, die anpacken und eigenes Geld investieren: Bürgerenergieprojekte, EE-Projektierer, private Solaranlagenbetreiber*innen, mittelständische Unternehmen und Landwirt*innen. Für sie drohen Netzanschlüsse noch stärker zum Nadelöhr der Energiewende zu werden. Die Planungssicherheit sinkt und das Investitionsrisiko steigt gewaltig.
Für den Ausbau und Betrieb des Stromnetzes bezahlen Haushalte und Unternehmen Netzentgelte. Doch Reiche sorgt weder für schnellere Anschlüsse noch nimmt sie die Netzbetreiber ausreichend in die Pflicht. Die Kosten ihrer verfehlten Politik tragen am Ende also diejenigen, die hohe Netzentgelte zahlen oder mit ihrem eigenen Kapital in die Energiewende investieren. Unterzeichne deshalb jetzt unsere Petition für eine starke, dezentrale Energiewende in Bürger*innenhand!