Energiewende jetzt!

Stoppt den Frontalangriff auf die Energiewende! Keine neuen Geschenke an die fossile Lobby! Darum geht’s

Katherina Reiche sabotiert weiter die Energiewende! Mit ihrer Lobby-Politik verschleppt sie den Ausbau der Netze und Erneuerbaren und macht der fossilen Industrie milliardenschwere Geschenke. Die Rechnung zahlen am Ende Millionen Bürger*innen und die deutsche Wirtschaft. Noch in diesem Herbst will Katherina Reiche zwei ihrer Gesetzesvorhaben zur Sabotage der Energiewende im Bundestag beschließen lassen: Zum einen soll das anstehende Netzpaket dringend benötigte Investitionen in den Ausbau von Solar, Windenergie und Batteriespeichern massiv ausbremsen. Zum anderen sieht das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) u.a. die Streichung der Förderung privater Solaranlagen vor und ist damit ein massiver Rückschlag für die dezentrale Energiewende.  

Das dürfen wir nicht zulassen! Appelliere jetzt noch bis zur Anhörung im Bundestag am 05. und 07.10. an die Abgeordneten: Das Netzpaket und die EEG-Novelle dürfen so nicht verabschiedet werden. Jetzt stark machen für eine konsequente Energiewende! 

Jetzt unterschreiben:

Für eine dezentrale, nachhaltige und gerechte Energiewende, die uns in Zukunft unabhängig macht!

100.000
79.421

*Pflichtfeld

Deine Daten verarbeiten wir für die Teilnahme an dieser Aktion und würden dich auch gerne per E-Mail-Newsletter personalisiert und an deinen Interessen ausgerichtet und/oder telefonisch über den weiteren Verlauf dieser Aktion und die sonstige Arbeit der DUH informieren. Das detaillierte Vorgehen findest du hier. Deine Einwilligung für den Erhalt des Newsletters oder telefonische Informationen kannst du natürlich jederzeit widerrufen.

Netzpaket: Anschlussstau statt Energiewende (September 2026)

Statt den Ausbau des Stromnetz voranzutreiben, um die Energiewende zu ermöglichen, erreicht Katherina Reiche mit ihrem Netzpaket genau das Gegenteil. Statt den aktuellen Netzanschlussstau von Erneuerbaren Energie Anlagen mit klaren Regeln und verbindlichen Fristen aufzulösen, will Reiche den mehr als 800 Verteilnetzbetreibern noch mehr Spielraum geben. Sie sollen selbst festlegen dürfen, welche Projekte sie priorisieren und wann sie diese anschließen. Und das, obwohl viele Netzbetreiber über Jahrzehnte hinweg den Netzausbau verschleppt, haben. Das Ergebnis: weitere Verzögerungen und gefährdete Investitionen – ein regionaler Flickenteppich, der europaweit seinesgleichen sucht. Die Netzbetreiber, darunter große private Unternehmen, bekommen so noch mehr Macht und noch weniger Anreize die Energiewende voranzutreiben. 

Das trifft ausgerechnet diejenigen, die anpacken und eigenes Geld investieren: Bürgerenergieprojekte, EE-Projektierer, private Solaranlagenbetreiber*innen, mittelständische Unternehmen und Landwirt*innen. Für sie drohen Netzanschlüsse noch stärker zum Nadelöhr der Energiewende zu werden. Die Planungssicherheit sinkt und das Investitionsrisiko steigt gewaltig. 

Für den Ausbau und Betrieb des Stromnetzes bezahlen Haushalte und Unternehmen Netzentgelte. Doch Reiche sorgt weder für schnellere Anschlüsse noch nimmt sie die Netzbetreiber ausreichend in die Pflicht. Die Kosten ihrer verfehlten Politik tragen am Ende also diejenigen, die hohe Netzentgelte zahlen oder mit ihrem eigenen Kapital in die Energiewende investieren. Unterzeichne deshalb jetzt unsere Petition für eine starke, dezentrale Energiewende in Bürger*innenhand! 

Katherina Reiche wirbt in den USA für Interessen der Gas- und Atomwirtschaft

Im März reiste Katherina Reiche in die USA und warb auf der CERAWeek für neue Gaskraftwerke und Atomkraft. Unterlagen, die wir gemeinsam mit FragDenStaat angefordert haben, zeigen Treffen mit fossilen Großkonzernen wie ExxonMobil und BP. Doch die herausgegebenen Dokumente sind unvollständig. Eine komplette Offenlegung der Amerika-Akten ist derzeit in Forderung.  

Der Terminplan der Ministerin offenbart ein Sammelsurium aus Treffen mit fossilen Giganten und setzt damit auf eine immer krassere Annäherung an Donald Trumps Energiepolitik. 

Diesen Kurs setzt Reiche in Deutschland fort. Bei den geplanten Kraftwerksausschreibungen drohen maßgeschneiderte Bedingungen Gaskraftwerke zu bevorzugen und Batteriespeicher auszubremsen. Für die Bundeswirtschaftsministerin zählt alles außer Zukunftstechnologie. Mit diesen Milliardengeschenken an die fossile Industrie muss Schluss sein! 

EEG-Novelle: Förderungsstopp für Solarenergie vom Dach

Mit ihrer EEG-Novelle will Katherina Reiche die gesicherte Förderung neuer kleiner Solaranlagen abschaffen. Statt einer verlässlichen Vergütung sollen Betreiber*innen ihren Strom künftig selbst vermarkten. Doch ist dies durch die Einbindung von Dienstleistern nicht nur enorm teuer, es fehlen dafür vielerorts auch die technischen Voraussetzungen wie Smart Meter. So wird aus dem Erfolgsmodell der „Energiewende von unten“ – mit Bürgerbeteiligung und Akteursvielfalt – ein bürokratisches Risiko für alle kleineren Solarprojekte. 

Die Folgen: weniger Planungssicherheit, weniger private Investitionen und im schlimmsten Fall weniger Solarenergie auf unseren Dächern. Dazu kommt die fehlende regionale Wertschöpfung und weniger Akzeptanz in der Bevölkerung. Jetzt kommt Reiches Entwurf in den Bundestag. Die Abgeordneten müssen diese Solar-Bremse stoppen!

140 GW Erneuerbare

warten auf Netzanschluss

≈ 12 Mio E-Autos

könnten damit gleichzeitig laden

45 Mrd. €

wirtschaftlicher Schaden durch verzögerte Investitionen

Zuletzt unterzeichnet haben:

  • Danny
    Vor 1 Minuten
  • Dagmar
    Vor 1 Minuten
  • Ingo
    Vor 1 Minuten
  • Günter
    Vor 1 Minuten
  • Ursula
    Vor 1 Minuten
  • Thomas
    Vor 1 Minuten
  • Walter
    Vor 1 Minuten
  • Günther
    Vor 1 Minuten
  • S.
    Vor 1 Minuten
  • Ute
    Vor 1 Minuten

Wartest du selbst auf einen Netzanschluss oder kennst du ein Projekt, das feststeckt? Hilf uns, sichtbar zu machen, wo Solarprojekte, Batteriespeicher, Windanlagen oder selbst Smart-Meter ausgebremst werden. Hier geht es zu unserem Netzstau-Melder.

Jetzt Verzögerung melden!

Offener Brief an Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie

Sehr geehrte Frau Ministerin Reiche,

wir wollen nicht länger abhängig sein von fossilen Energien, sondern die Energiewende voranbringen. Doch die Energiewende kann nur gelingen, wenn sie von der Bevölkerung aktiv mitgestaltet wird. Bürger*innenbeteiligung ist ein zentraler Baustein für eine nachhaltige, dezentrale und gerechte Energieversorgung. Damit dieses Potenzial vollständig ausgeschöpft werden kann, fordern wir:

1. Inhalte aus „Netzpaket“ verhindern
Die im Referentenentwurf geleakten Vorschläge zum Resdispatch-Vorbehalt, zur Anschlusspriorisierung durch die Netzbetreiber und zu Baukostenzuschüssen für Einspeiser dürfen so auf keinen Fall kommen. Dies würde den Zubau der Erneuerbaren Energien massiv ausbremsen. 

2. Förderung für kleine Photovoltaik-Anlagen erhalten
Planungssicherheit ist weiter das A und O für zu treffende Investitionsentscheidungen. Die derzeitige Förderung von kleinen PV-Anlagen muss daher auch künftig gewährleistet bleiben.

3. Smart Meter light
Gleichzeitig sollen diese Anlagen durch den flächendeckenden und vereinfachten Rollout von „Smart Meter Light“ steuerbar und netzdienlich gemacht werden, um noch mehr Menschen zu erreichen. Dies soll parallel zum gesetzlichen Pflicht-Rollout erfolgen.

4. Flexibilität gezielt fördern – Heimspeicher-Offensive für die Energiewende
Das Stromsystem braucht mehr Flexibilität. Deshalb müssen gezielte Anreize für den Einsatz netzdienlicher Heimspeicher geschaffen werden, um Lastspitzen abzufedern und die Eigenversorgung zu stärken.

5. Sonne optimal nutzen – Ost-West-Ausrichtung von PV-Anlagen attraktiver machen
Aktuelle Fördermechanismen bevorzugen häufig eine reine Südausrichtung. Um eine gleichmäßigere Stromproduktion über den Tag hinweg zu erreichen, sollen gezielte Anreize für Ost-West-Ausrichtungen gesetzt werden.

6. Netzentgeltreform: Von reinen Arbeitspreisen zu einem Mix aus Arbeits- und Leistungspreis
Um eine faire und solidarische Finanzierung der Netze sicherzustellen, fordern wir eine Reform der Netzentgelte. Statt arbeitspreisbasiert sollte auch eine Leistungskomponente geschaffen werden – das beendet die Entsolidarisierungsdebatte und stärkt die Akzeptanz der Energiewende.

7. Mieter*innenstrommodelle radikal vereinfachen und ungenutztes Potenzial nutzen
Die aktuelle Gesetzeslage ist zu bürokratisch und schreckt ab. Damit auch Menschen in Mehrfamilienhäusern von Solarstrom profitieren können, müssen Mieterstrommodelle drastisch vereinfacht und praxisnah ausgestaltet werden. Denn derzeit sind nur ca. 0,2% aller PV-Anlagen in Deutschland Mieterstrommodelle, obwohl 55% der Bevölkerung in Mietverhältnissen leben.

8. Energy Sharing ermöglichen – gemeinsam Energie nutzen
Bürgerinnen und Bürger sollen Strom gemeinschaftlich erzeugen, nutzen und handeln können. Dafür braucht es endlich einen klaren gesetzlichen Rahmen, der anderes als im aktuellen Vorschlag aus dem Wirtschafts- und Energieministerium vorgesehen, Energy Sharing in vollem Umfang ermöglicht und ungenutztes Potenzial voll ausschöpft.

9. Solarstandard bundesweit einführen
Für Neubauten sowie bei grundlegenden Dachsanierungen muss eine bundesweite Solardachpflicht gelten. So wird das Potenzial der Dächer konsequent genutzt – ein entscheidender Schritt für den Ausbau erneuerbarer Energien.

Mit freundlichen Grüßen
Unterzeichner:innen

„Bürgerenergie zeigt, was die Energiewende in Bürgerhand leisten kann: Wir erzeugen Strom vor Ort, investieren Milliarden privater Mittel und gestalten die Energiewende direkt vor unserer Haustür – mit klarer lokaler Wertschöpfung. Damit dieses Engagement weiter wachsen kann, braucht Bürgerenergie von der Bundesregierung vor allem eines: Planungssicherheit und einen verlässlichen Investitionsrahmen – auch für kleine Solardächer. Denn: Die Energiewende gelingt nur mit Bürgerenergie."

Valérie Lange Bündnis Bürgerenergie e.V., Leitung Energiepolitik und Regulierung

Energiewende ohne Bürger:innen ist wie Fußball ohne Fans – theoretisch läuft das Spiel, praktisch fehlt die ganze Energie und am Ende gehen die Vereine pleite. Es ist eine reine Effizienz- und Ressourcenfrage: Heimspeicher, Energiemanagementsysteme, E-Autos und PV-Anlagen könnten heute schon das Netz entlasten und Kosten senken, werden aber durch Politik und veraltete Normen ausgebremst. Die Community ist den Gesetzen technisch Jahre voraus und will helfen – darf es aber nicht. Wenn wir die Menschen endlich machen lassen, entfesseln wir ein enormes Potenzial statt bestehende Ressourcen ungenutzt liegen zu lassen.

Andreas Schmitz Der Akku Doktor – Erstunterzeichner

Warum muss die Energiewende dezentral gestaltet werden?

Die Herausforderungen der letzten Jahre sind nicht zu übersehen: Klimakrise, steigende Energiepreise und die gefährliche Abhängigkeit von fossilen Importen. Millionen Menschen haben darauf eine klare Antwort gegeben: Sie investieren selbst in Solaranlagen, Wärmepumpen, Elektroautos und Bürgerenergieprojekte. Deutschland hat inzwischen über 5 Millionen Photovoltaikanlagen – allein im vergangenen Jahr kamen rund 400.000 neue hinzu. Das ist ein starkes Signal: Die Energiewende kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Aber damit das so bleibt, müssen wir jetzt handeln!  

Die gute Nachricht: Wir haben die Macht, die Energiewende selbst zu gestalten – wenn die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Die dezentrale Energiewende ist dabei der Schlüssel zu einer unabhängigen, bezahlbaren und gerechten Energieversorgung. Sie macht uns weniger abhängig von fossilen Brennstoffen und großen Konzernen, entlastet die Netze, stärkt regionale Wertschöpfung und sorgt für Akzeptanz vor Ort. Damit das gelingt, braucht es Planungssicherheit für Photovoltaik und Windenergie sowie faire Netzentgelte. Doch das geplante Netzpaket von Katherina Reiche droht genau diese Bedingungen zu verschlechtern.  

Warum ist das von Katherina Reiche vorgestellte „Netzpaket“ eine Gefahr für die Energiewende?

Die Ideen des “Netzpakets” legen den Anschluss von neuen Erneuerbare-Energien-Anlagen faktisch in den Ermessensspielraum der Netzbetreiber. Das heißt konkret: bisher mussten Netzbetreiber neue Anlagen aus erneuerbaren Energien vorrangig ans Netz anschließen, während Verzögerungen beim Anschluss nur aus technischen Gründen notwendig waren. Die neue Regelung würde dazu führen, dass der Anschluss stark abhängig vom Ermessen der Netzbetreiber ist und sich Projekte dadurch stark verzögern könnten. 

Auch die Idee, auf Ausgleichszahlungen zu verzichten, wenn erneuerbare Anlagen ihren Strom wegen Netzengpässen nicht einspeisen dürfen (Redispatch Vorbehalt), nur um schneller ans Netz angeschlossen zu werden, ist absurd und sorgt für Verunsicherung. Insgesamt verlagern die Ideen aus dem “Netzpaket” die Kosten für den Netzanschluss einseitig auf Seiten der Erzeuger. Dies macht viele Vorhaben der Erneuerbaren Energien Branche unwirtschaftlich und bremst so die Energiewende enorm. 

Wieso sind die Eckpunkte des “Gebäudemodernisierungsgesetzes” nachteilig für die Bürgerinnen und Bürger und Deutschlands Klimaziele?

Laut den Eckpunkten des Gebäudemodernisierungsgesetzes  soll die Vorgabe des Gebäudeenergiegesetzes, dass neue Heizungssysteme einen Anteil von mindestens 65 Prozent Erneuerbare Energien vorweisen müssen, abgeschafft werden. Diese vermeintliche “neue Freiheit im Heizungskeller” lässt die Klimaziele in weite Ferne rücken, weil dadurch wieder der Einbau neuer Gas- und Ölheizungen möglich würde. Für die Bürgerinnen und Bürger ist der Einbau von neuen Gas- und Ölheizungen außerdem ein hohes wirtschaftliches Risiko – insbesondere in unsicheren geopolitischen Zeiten. Der Krieg im Iran lässt aktuell nicht nur die Preise für fossile Energien wie Öl und Gas in die Höhe steigen, sondern zeigt auch, wie abhängig unsere Energieversorgung von autokratischen Staaten ist. Zudem wird der weiter steigende CO2-Preis fossile Energien weiter verteuern.  

Die vorgestellten Eckpunkte des Gesetzesentwurfs sehen außerdem vor, dass fossile Heizungen künftig mit 10% „Grüngas“ oder „Grünöl“ betrieben werden müssen. Diese Alternativen zu fossilen Brennstoffen existieren aber de facto gar nicht in ausreichenden Mengen, weshalb sie extrem teuer sein werden. Der Beimischungszwang durch Grüngas- und Grünölquoten verteuert also zusätzlich fossile Heizungen und treibt damit die Heizkosten in die Höhe. Statt “neuer Freiheit” also ein klimapolitisches Totalversagen und eine Kostenfalle für Verbraucherinnen und Verbraucher. Besonders betroffen sind Mieter*innen, die sich nicht aussuchen können, welche Heizung Vermieter*innen verbauen. 

Wieso ist der geleakte Entwurf des EEG eine Absage an die Energiewende in Bürgerinnenhand?

Der geleakte EEG-Entwurf sieht die Streichung der EEG-Förderung im Bereich privater Aufdach-Photovoltaik vor. Die bisherige Einspeisevergütung von 8 Cent pro kWh, die Besitzer*innen von PV-Anlagen für eingespeisten Strom erhalten, soll also komplett entfallen. Stattdessen ist eine Pflicht zur Direktvermarktungalso des Stromverkaufs an der Börse mittels Dienstleister, vorgesehen. Dies scheitert aber an der nötigen Infrastruktur – den dafür dringend nötigen Smart Metern zur korrekten Abrechnung und den Direktvermarktern. Eine Komplett-Streichung der EEG-Förderung würde viel Unsicherheit in das Marktsegment kleiner PV-Anlagen bringen, die ein wichtiges Rückgrat der dezentralen Energiewende sind. Dies gilt sowohl in Bezug auf ihre Erzeugungskapazität als auch für ihre Bedeutung für Teilhabe und Akzeptanz. 

Zurück nach oben