Energiewende jetzt!

Stoppt den Frontalangriff auf die Energiewende! Keine neuen Geschenke an die fossile Lobby! Darum geht’s

Katherina Reiche sabotiert die Energiewende! Mit ihrer Lobby-Politik macht sie Geschenke an die fossile Industrie – auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger. Dabei werden Reiches Attacken auf die Energiewende immer radikaler: Mit dem sogenannten „Netzpaket“ schlägt sie Maßnahmen vor, die den Ausbau von Photovoltaik und Windenergie massiv ausbremsen. Der kürzlich geleakte Entwurf zum Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sieht u.a. die Streichung der Förderung privater Solaranlagen vor und ist damit ein massiver Rückschlag für die dezentrale Energiewende. Die jetzt veröffentlichten Eckpunkte des „Gebäudemodernisierungsgesetzes“ sollen den Einbau von neuen Gas- und Ölheizungen ermöglichen – eine Regelung, die Bürger*innen künftig mit immensen Kostensteigerungen beim Heizen belasten wird! Und wer profitiert von dieser Politik? Die Gaskonzerne – wo Katherina Reiche bis kurz vor ihrem Amtsantritt noch Vorstandsvorsitzende war.
Der erfolgreiche Ausbau der Erneuerbaren darf nicht durch falsche Weichenstellungen der Politik gefährdet werden. Gerade jetzt brauchen wir Tempo für die Erneuerbaren – nicht politische Blockaden! Unterzeichne jetzt unsere Petition für eine starke, dezentrale Energiewende in Bürger*innenhand – damit die Energiewende nicht gestoppt wird!

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Für eine dezentrale, nachhaltige und gerechte Energiewende, die uns in Zukunft unabhängig macht!

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  • In Zeiten internationaler Krisen müssen wir die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten aus autokratischen Staaten beenden! Seit der jüngsten Eskalationen im nahen Osten haben sich die europäischen Gaspreise verdoppelt. Wer jetzt die Energiewende bremst, handelt gegen die wirtschaftliche Vernunft und gefährdet eine sichere und unabhängige Energieversorgung in Deutschland!

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Offener Brief an Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie

Sehr geehrte Frau Ministerin Reiche,

wir wollen nicht länger abhängig sein von fossilen Energien, sondern die Energiewende voranbringen. Doch die Energiewende kann nur gelingen, wenn sie von der Bevölkerung aktiv mitgestaltet wird. Bürger*innenbeteiligung ist ein zentraler Baustein für eine nachhaltige, dezentrale und gerechte Energieversorgung. Damit dieses Potenzial vollständig ausgeschöpft werden kann, fordern wir:

1. Inhalte aus „Netzpaket“ verhindern
Die im Referentenentwurf geleakten Vorschläge zum Resdispatch-Vorbehalt, zur Anschlusspriorisierung durch die Netzbetreiber und zu Baukostenzuschüssen für Einspeiser dürfen so auf keinen Fall kommen. Dies würde den Zubau der Erneuerbaren Energien massiv ausbremsen. 

2. Förderung für kleine Photovoltaik-Anlagen erhalten
Planungssicherheit ist weiter das A und O für zu treffende Investitionsentscheidungen. Die derzeitige Förderung von kleinen PV-Anlagen muss daher auch künftig gewährleistet bleiben.

3. Smart Meter light
Gleichzeitig sollen diese Anlagen durch den flächendeckenden und vereinfachten Rollout von „Smart Meter Light“ steuerbar und netzdienlich gemacht werden, um noch mehr Menschen zu erreichen. Dies soll parallel zum gesetzlichen Pflicht-Rollout erfolgen.

4. Flexibilität gezielt fördern – Heimspeicher-Offensive für die Energiewende
Das Stromsystem braucht mehr Flexibilität. Deshalb müssen gezielte Anreize für den Einsatz netzdienlicher Heimspeicher geschaffen werden, um Lastspitzen abzufedern und die Eigenversorgung zu stärken.

5. Sonne optimal nutzen – Ost-West-Ausrichtung von PV-Anlagen attraktiver machen
Aktuelle Fördermechanismen bevorzugen häufig eine reine Südausrichtung. Um eine gleichmäßigere Stromproduktion über den Tag hinweg zu erreichen, sollen gezielte Anreize für Ost-West-Ausrichtungen gesetzt werden.

6. Netzentgeltreform: Von reinen Arbeitspreisen zu einem Mix aus Arbeits- und Leistungspreis
Um eine faire und solidarische Finanzierung der Netze sicherzustellen, fordern wir eine Reform der Netzentgelte. Statt arbeitspreisbasiert sollte auch eine Leistungskomponente geschaffen werden – das beendet die Entsolidarisierungsdebatte und stärkt die Akzeptanz der Energiewende.

7. Mieter*innenstrommodelle radikal vereinfachen und ungenutztes Potenzial nutzen
Die aktuelle Gesetzeslage ist zu bürokratisch und schreckt ab. Damit auch Menschen in Mehrfamilienhäusern von Solarstrom profitieren können, müssen Mieterstrommodelle drastisch vereinfacht und praxisnah ausgestaltet werden. Denn derzeit sind nur ca. 0,2% aller PV-Anlagen in Deutschland Mieterstrommodelle, obwohl 55% der Bevölkerung in Mietverhältnissen leben.

8. Energy Sharing ermöglichen – gemeinsam Energie nutzen
Bürgerinnen und Bürger sollen Strom gemeinschaftlich erzeugen, nutzen und handeln können. Dafür braucht es endlich einen klaren gesetzlichen Rahmen, der anderes als im aktuellen Vorschlag aus dem Wirtschafts- und Energieministerium vorgesehen, Energy Sharing in vollem Umfang ermöglicht und ungenutztes Potenzial voll ausschöpft.

9. Solarstandard bundesweit einführen
Für Neubauten sowie bei grundlegenden Dachsanierungen muss eine bundesweite Solardachpflicht gelten. So wird das Potenzial der Dächer konsequent genutzt – ein entscheidender Schritt für den Ausbau erneuerbarer Energien.

Mit freundlichen Grüßen
Unterzeichner:innen

„Bürgerenergie zeigt, was die Energiewende in Bürgerhand leisten kann: Wir erzeugen Strom vor Ort, investieren Milliarden privater Mittel und gestalten die Energiewende direkt vor unserer Haustür – mit klarer lokaler Wertschöpfung. Damit dieses Engagement weiter wachsen kann, braucht Bürgerenergie von der Bundesregierung vor allem eines: Planungssicherheit und einen verlässlichen Investitionsrahmen – auch für kleine Solardächer. Denn: Die Energiewende gelingt nur mit Bürgerenergie."

Valérie Lange Bündnis Bürgerenergie e.V., Leitung Energiepolitik und Regulierung

Energiewende ohne Bürger:innen ist wie Fußball ohne Fans – theoretisch läuft das Spiel, praktisch fehlt die ganze Energie und am Ende gehen die Vereine pleite. Es ist eine reine Effizienz- und Ressourcenfrage: Heimspeicher, Energiemanagementsysteme, E-Autos und PV-Anlagen könnten heute schon das Netz entlasten und Kosten senken, werden aber durch Politik und veraltete Normen ausgebremst. Die Community ist den Gesetzen technisch Jahre voraus und will helfen – darf es aber nicht. Wenn wir die Menschen endlich machen lassen, entfesseln wir ein enormes Potenzial statt bestehende Ressourcen ungenutzt liegen zu lassen.

Andreas Schmitz Der Akku Doktor – Erstunterzeichner

Warum muss die Energiewende dezentral gestaltet werden?

Die Herausforderungen der letzten Jahre sind nicht zu übersehen: Klimakrise, steigende Energiepreise und die gefährliche Abhängigkeit von fossilen Importen. Millionen Menschen haben darauf eine klare Antwort gegeben: Sie investieren selbst in Solaranlagen, Wärmepumpen, Elektroautos und Bürgerenergieprojekte. Deutschland hat inzwischen über 5 Millionen Photovoltaikanlagen – allein im vergangenen Jahr kamen rund 400.000 neue hinzu. Das ist ein starkes Signal: Die Energiewende kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Aber damit das so bleibt, müssen wir jetzt handeln!  

Die gute Nachricht: Wir haben die Macht, die Energiewende selbst zu gestalten – wenn die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Die dezentrale Energiewende ist dabei der Schlüssel zu einer unabhängigen, bezahlbaren und gerechten Energieversorgung. Sie macht uns weniger abhängig von fossilen Brennstoffen und großen Konzernen, entlastet die Netze, stärkt regionale Wertschöpfung und sorgt für Akzeptanz vor Ort. Damit das gelingt, braucht es Planungssicherheit für Photovoltaik und Windenergie sowie faire Netzentgelte. Doch das geplante Netzpaket von Katherina Reiche droht genau diese Bedingungen zu verschlechtern.  

Warum ist das von Katherina Reiche vorgestellte „Netzpaket“ eine Gefahr für die Energiewende?

Die Ideen des “Netzpakets” legen den Anschluss von neuen Erneuerbare-Energien-Anlagen faktisch in den Ermessensspielraum der Netzbetreiber. Das heißt konkret: bisher mussten Netzbetreiber neue Anlagen aus erneuerbaren Energien vorrangig ans Netz anschließen, während Verzögerungen beim Anschluss nur aus technischen Gründen notwendig waren. Die neue Regelung würde dazu führen, dass der Anschluss stark abhängig vom Ermessen der Netzbetreiber ist und sich Projekte dadurch stark verzögern könnten. 

Auch die Idee, auf Ausgleichszahlungen zu verzichten, wenn erneuerbare Anlagen ihren Strom wegen Netzengpässen nicht einspeisen dürfen (Redispatch Vorbehalt), nur um schneller ans Netz angeschlossen zu werden, ist absurd und sorgt für Verunsicherung. Insgesamt verlagern die Ideen aus dem “Netzpaket” die Kosten für den Netzanschluss einseitig auf Seiten der Erzeuger. Dies macht viele Vorhaben der Erneuerbaren Energien Branche unwirtschaftlich und bremst so die Energiewende enorm. 

Wieso sind die Eckpunkte des “Gebäudemodernisierungsgesetzes” nachteilig für die Bürgerinnen und Bürger und Deutschlands Klimaziele?

Laut den Eckpunkten des Gebäudemodernisierungsgesetzes  soll die Vorgabe des Gebäudeenergiegesetzes, dass neue Heizungssysteme einen Anteil von mindestens 65 Prozent Erneuerbare Energien vorweisen müssen, abgeschafft werden. Diese vermeintliche “neue Freiheit im Heizungskeller” lässt die Klimaziele in weite Ferne rücken, weil dadurch wieder der Einbau neuer Gas- und Ölheizungen möglich würde. Für die Bürgerinnen und Bürger ist der Einbau von neuen Gas- und Ölheizungen außerdem ein hohes wirtschaftliches Risiko – insbesondere in unsicheren geopolitischen Zeiten. Der Krieg im Iran lässt aktuell nicht nur die Preise für fossile Energien wie Öl und Gas in die Höhe steigen, sondern zeigt auch, wie abhängig unsere Energieversorgung von autokratischen Staaten ist. Zudem wird der weiter steigende CO2-Preis fossile Energien weiter verteuern.  

Die vorgestellten Eckpunkte des Gesetzesentwurfs sehen außerdem vor, dass fossile Heizungen künftig mit 10% „Grüngas“ oder „Grünöl“ betrieben werden müssen. Diese Alternativen zu fossilen Brennstoffen existieren aber de facto gar nicht in ausreichenden Mengen, weshalb sie extrem teuer sein werden. Der Beimischungszwang durch Grüngas- und Grünölquoten verteuert also zusätzlich fossile Heizungen und treibt damit die Heizkosten in die Höhe. Statt “neuer Freiheit” also ein klimapolitisches Totalversagen und eine Kostenfalle für Verbraucherinnen und Verbraucher. Besonders betroffen sind Mieter*innen, die sich nicht aussuchen können, welche Heizung Vermieter*innen verbauen. 

Wieso ist der geleakte Entwurf des EEG eine Absage an die Energiewende in Bürgerinnenhand?

Der geleakte EEG-Entwurf sieht die Streichung der EEG-Förderung im Bereich privater Aufdach-Photovoltaik vor. Die bisherige Einspeisevergütung von 8 Cent pro kWh, die Besitzer*innen von PV-Anlagen für eingespeisten Strom erhalten, soll also komplett entfallen. Stattdessen ist eine Pflicht zur Direktvermarktungalso des Stromverkaufs an der Börse mittels Dienstleister, vorgesehen. Dies scheitert aber an der nötigen Infrastruktur – den dafür dringend nötigen Smart Metern zur korrekten Abrechnung und den Direktvermarktern. Eine Komplett-Streichung der EEG-Förderung würde viel Unsicherheit in das Marktsegment kleiner PV-Anlagen bringen, die ein wichtiges Rückgrat der dezentralen Energiewende sind. Dies gilt sowohl in Bezug auf ihre Erzeugungskapazität als auch für ihre Bedeutung für Teilhabe und Akzeptanz. 

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