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Fordere jetzt mit uns ein Böllerverbot! Für ein böllerfreies und friedliches Silvester.
💥 Was passiert, wenn die archaische Böllerei erlaubt ist, haben wir die letzten Jahre immer wieder gesehen: Tote und Verletzte, Krawalle in vielen deutschen Städten, mit Böllern angegriffene Einsatzkräfte, enorme Schäden für die Umwelt durch tausende Tonnen Böller-Müll und eine Nacht des Schreckens für Millionen von Tieren. Diese dramatischen Ereignisse sind kein Schicksal – sie sind das Resultat politischer Untätigkeit.
🏛️ Verantwortlich ist Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Doch unsere Forderung nach einem Ende der privaten Silvesterböllerei findet im Innenministerium kein Gehör.
📣 Wie viele Tote und Verletzte braucht es noch? Erhöhe jetzt mit uns den Druck: Gemeinsam fordern wir Dobrindt auf, die Sprengstoffverordnung zu ändern und den privaten Kauf und Gebrauch von Silvesterfeuerwerk endlich zu beenden. Unterstütze jetzt unsere Forderung und mach dich gemeinsam mit uns laut!
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Umfrage bestätigt Forderung der Deutschen Umwelthilfe nach Böllerverbot:
59 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen* sprechen sich für ein Verbot von Böllern und Raketen an Silvester aus.
*Quelle: Repräsentativbefragung durch forsa GmbH, Juli 2025
Unser offener Brief an Bundesinnenminister Alexander Dobrindt:
Sehr geehrter Herr Bundesminister,
das private Silvesterfeuerwerk ist in der heutigen Zeit der falsche Start in ein neues Jahr, denn die Unmengen an Böllern und Raketen sind nicht nur gefährlich und gesundheitsschädlich, sie verschmutzen auch unsere Umwelt. Wir möchten Sie deshalb dazu auffordern, die Erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) zu überarbeiten und den privaten Kauf und Gebrauch von Pyrotechnik zu Silvester dauerhaft zu beenden. Dafür müssen lediglich zwei Sätze in der Sprengstoffverordnung gestrichen werden.
Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern führt dazu, dass wir immer wieder mit schlechter Luft ins neue Jahr starten: Am 1. Januar ist die Luft vielerorts mit Feinstaubwerten belastet, die die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Grenzwerte deutlich überschreiten.
Offenen Brief weiterlesen
Besonders schlimm trifft es Tiere, denn sie können die Geräusche nicht einordnen. Für Haus-, Wild- und sogenannte Nutztiere bedeutet die Knallerei Stress, Panik und häufig auch Todesangst. Und das nicht nur in der Silvesternacht, sondern auch an den Tagen rund um den Jahreswechsel. Jahr für Jahr entlaufen zahlreiche Haustiere, werden in ihrem Lebensraum aufgeschreckt, verletzen sich oder kommen zu Tode.
Auch für Familien mit kleinen Kindern, geflüchtete Menschen und viele andere, ist die fragwürdige Tradition mit Lärm und Angst verbunden. Silvester sollte eigentlich ein schönes Fest sein, aber kurz nach dem Jahreswechsel endet es leider oft mit überfüllten Notaufnahmen, erhöhter Brandgefahr und Verschmutzung durch Feuerwerksüberreste in der Stadt und der Natur. Einsatzkräfte im Gesundheitswesen, der Feuerwehr und der Müllentsorgung arbeiten deshalb immer wieder an der Belastungsgrenze.
Kinder und Jugendliche gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen durch Silvesterböller. Plötzliche Explosionen können bei vielen starke Angst- und Schreckreaktionen auslösen, insbesondere bei vorbelasteten oder jüngeren Kindern. Aufgrund ihres höheren Atemvolumens im Verhältnis zur Körpergröße und ihrer höheren Atemfrequenz atmen sie die extremen Feinstaubkonzentrationen besonders schnell ein. Jedes Jahr kommt es außerdem zu schweren Augenverletzungen. Rund 40 Prozent der Betroffenen sind Kinder und Jugendliche – oft, weil sie am Neujahrstag auf Blindgänger stoßen. Ein Verbot privater Feuerwerke schützt somit nicht nur Umwelt und Tiere, sondern vor allem die Gesundheit der Jüngsten.
Sehr geehrter Herr Bundesminister, bitte nehmen Sie sich endlich der Thematik an und stellen Sie jetzt die Weichen für einen Neustart. Damit setzen Sie ein wichtiges Zeichen für saubere Luft, den Umweltschutz sowie für die Gesundheit von Mensch und Tier! Eine Mehrheit der Bundesbürger:innen ist für ein Böllerverbot und steht dabei hinter Ihnen.
Wir fordern: Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die Erste Verordnung zum Sprengstoffgesetz überarbeitet wird und sowohl § 22 Abs. 1 Satz 1 – „Pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 dürfen dem Verbraucher im Jahr 2021 nicht und in anderen Jahren nur in der Zeit vom 29. bis 31. Dezember überlassen werden; ist einer der genannten Tage ein Sonntag, ist ein Überlassen bereits ab dem 28. Dezember zulässig“ – als auch § 23 Abs. 2 Satz 2 – „Am 31. Dezember und 1. Januar dürfen sie auch von Personen abgebrannt werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben“ – gestrichen werden.
Diese Organisationen unterstützen die Forderung
Deutsche Umwelthilfe, Gewerkschaft der Polizei, Bundesärztekammer, VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, TASSO, Jane Goodall Institut Deutschland, Deutscher Tierschutzbund, PETA Deutschland, Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner, Deutsches Kinderhilfswerk e.V., Menschen für Tierrechte – Baden-Württemberg, Bundesverband Tierschutz e.V., NaturFreunde Deutschlands, Tierschutznetzwerk Kräfte bündeln, Pro Wildlife e.V., Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft e. V., Deutsche Tinnitus-Liga e.v., Bundesverband Bürohund e. V., Haustierregister FINDEFIX, Deutscher Naturschutzring (DNR) e. V., Retinologische Gesellschaft e. V., Welttierschutzgesellschaft e. V., Berlin-Brandenburgische Augenärztliche Gesellschaft, Land der Tiere, Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e. V., Wildtierschutz Deutschland e. V., Deutsche Atemwegsliga, Deutsche Lungenstiftung, Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e.V. (VFD), Senior*innenvertretung Tempelhof-Schöneberg, Die Augenchirurginnen, Landesseniorenbeirat Berlin, Animals United e. V., Deutsche Tier-Lobby e. V., Fortuna hilft e. V., ZUKE Green Community GmbH, Stiftung Hof Butenland, Deutsche Gesellschaft für Geriatrie e. V., fuss e. V., KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit, NAJU (Naturschutzjugend im NABU), Health for Future, holi.social, Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Verband Neurodiversität, Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (BMT), Deutscher Allergie- und Asthmabund (DAAB), Andreas Reuland (Augenarzt), Norbert Mülleneisen (Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde und Umweltmediziner), International Fund for Animal Welfare (IFAW), Bundesverbands für Umweltberatung (bfub) e.V., Zero Waste Germany e. V., Naida e.V., Tierschutz-Entwicklungshilfe e.V., Berliner Behindertenverband e.V, KynoLogisch gemeinnützige GmbH, Hunderettung Europa e.V, Rettet das Huhn e.V., Help for Strays e.V., Pro Animale für Tiere in Not e.V., Pro Regenwald e.V., Tiernotruf e.V., Sea Shepherd Deutschland, Mission Erde e.V., Team Tierschutz gGmbH, Pro Lebensglück e.V., Ein Herz für Hunde, VETO gGmbH, Berufsverband der Fachkräfte Pferdegestützter Interventionen e.V., ReUse e.V., Notpfote Animal Rescue e.V., The Dolphin’s Voice e.V., Letsact e.V.
Auf neuen Wegen ins neue Jahr!
Natürlich soll der Jahreswechsel gebührend gefeiert werden. Wenn die Silvesternächte während der Pandemie eines gezeigt haben, dann, dass wir problemlos auf die Böller und Raketen verzichten können. Viel wichtiger ist doch, das Jahr gemeinsam mit Freund*innen und Familie zu verabschieden – ohne Luftverschmutzung, Müll, Verletzungsgefahr und verängstigte Tiere, aber dafür mit einem hoffnungsvollen Blick in eine nachhaltige Zukunft!
Wir haben gezeigt, dass mit einer Drohnenshow ein böllerfreies und friedliches Silvester möglich ist. Schaue dir hier unsere Drohnenshow an und stoppe mit deiner Unterschrift die private Böllerei.
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Erfahre mehr zu unserer Forderung:
Wie belastet Silvesterfeuerwerk unsere Luft und unsere Gesundheit?
Feinstaub ist ein Luftschadstoff mit massivsten Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Es gibt keine Unbedenklichkeitsgrenze, darum muss jede Maßnahme ergriffen werden, um die Belastung zu senken. In der Silvesternacht wird dabei jedoch der stärkste Anstieg aller Partikelgrößen im Jahr gemessen – auch bei den besonders gesundheitsschädlichen ultrafeinen Partikeln. Besonders gravierend ist die Belastung am Neujahrstag: Dieser ist vielerorts mit Stundenwerten von über 1000 µg/m³ belastet, während die durchschnittliche Belastung in Deutschland rund 15 µg/m³ beträgt. Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation zufolge sollte ein Grenzwert von 45 µg/m³ als Tagesmittel nicht mehr als dreimal pro Jahr überschritten werden. Diese können wegen der Belastung durch das Silvesterfeuerwerk schon vom 1.-3. Januar erreicht werden.
Im Jahr 2020 lagen die Feinstaubwerte in der Silvesternacht dank des Böller-Verkaufsverbotes deutlich unter denen des Vorjahres. In Hamburg und München fielen die gemessenen Belastungswerte um ganze 70 Prozent. Zum Jahreswechsel 2021/2022 sank die Feinstaubelastung teilweise sogar um mehr als 90 Prozent im Vergleich zu Silvester ohne Verkaufsverbot. Diese Zahlen sprechen für sich: Ein Verbot wirkt und reduziert Gesundheitsgefahren stark.
Wie groß ist das Müllproblem an Neujahr?
Feuerwerkskörper und Böller an Silvester hinterlassen riesige Mengen an Müll. Allein zum Jahreswechsel 2025/26 wurde Feuerwerk im Wert von 192 Millionen Euro in Deutschland gekauft. (Quelle: Statista). In vier der fünf größten deutschen Städte (Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main) haben kommunale Unternehmen zum Jahreswechsel 2025/26 rund 178 Tonnen Silvesterabfall entsorgt (Quelle: VKU).
Das ist jedoch nur ein Teil des Mülls, der tatsächlich anfällt. Ein großer Teil landet auf Grünflächen und in Gewässern, wo er kaum eingesammelt werden kann. Das ist hochproblematisch, da in den Feuerwerkskörpern viele schädliche Stoffe enthalten sind, die dann in unsere Böden, Wasserkreisläufe und schließlich unsere Nahrungskreisläufe gelangen. Unter anderem ist das der Kunststoff PVC, bei dessen Verbrennung hochgiftige Dioxine freigesetzt werden. Auch Schwermetalle wie Kupfer und Barium werden weiterhin standardmäßig verwendet, und Rückstände der Feuerwerkskörper vergiften als Mikroplastik und Chemikalien lange die Böden.
Wie gefährlich ist privates Silvesterfeuerwerk?
Die Notaufnahmen sind zu Silvester regelmäßig überfüllt – Einsatzkräfte arbeiten Jahr für Jahr an der Belastungsgrenze. Der falsche, fahrlässige und alkoholisierte Umgang mit Böllern und Raketen führt zu teils schweren Verletzungen, bis hin zum Tod. Gerade Verletzungen an Auge und Ohr häufen sich in der Silvesternacht, welche schwere bleibende Schäden haben können. Polizist:innen, Feuerwehrleute und das Personal im Rettungsdienst sind vermehrt im Einsatz und müssen Jahr für Jahr auf ein privates Fest verzichten. Das Brandrisiko erhöht sich an Silvester schlagartig: Laut RBB 24 hat es an Silvester 2025/26 allein in Berlin 643 Brände gegeben. Durch die zunehmende Trockenheit steigt auch das Risiko für Waldbrände.
Zum Jahreswechsel 2025/26 waren allein in Berlin 3.200 zusätzliche Polizist*innen im Einsatz (Quelle Zeit.de). Darüber hinaus musste der Krankenwagen alleine in der Nacht 970 Mal ausrücken (Quelle rbb).
Durch das Böller-Verkaufsverbot konnten diese Gefahren in den letzten Jahren drastisch reduziert werden. In Hamburg gab es Silvester 2020 nur etwa ein Drittel der Noteinsätze aus dem Vorjahr, in Berlin sank die Zahl von 1523 auf 862 Einsätze. Die positiven Auswirkungen des Verbots zeigen sich also deutlich: die Zahl der Verletzten sank erheblich. Das berichten Polizei und Medien übereinstimmend.
Welche Kosten sind mit privaten Silvesterfeuerwerken verbunden?
Vor dem pandemiebedingten Verkaufsverbot wurden in Deutschland jedes Jahr Millionen von Euro für Feuerwerkskörper ausgegeben. Geld, welches innerhalb von nicht mal 24 Stunden wortwörtlich verbrennt – und dabei mehr Schaden als Gutes anrichtet. Im Jahr 2025 waren es rund 192 Millionen Euro nur für Böller und Raketen! Gerade in der aktuellen Situation und der finanziellen Belastung, die sie für viele darstellt, ließe sich durch ein Verbot von privatem Feuerwerk sinnvoll viel Geld einsparen.
Wie kann ein Silvester ohne Feuerwerk aussehen?
Wir brauchen keine Böller, um den Start ins neue Jahr mit einem richtigen Krachen gebührend zu feiern. Rauschende Feste sind auch ohne Feuerwerk möglich – und eigentlich lässt es sich doch noch besser feiern, wenn man keine Angst haben muss, aus dem Nichts von einem explodierenden Böller getroffen zu werden.
Es gibt außerdem viele Initiativen und Ideen für tolle Alternativen zum Feuerwerk. Manche Städte bieten etwa Drohnen- oder Lasershows an, die den Himmel genau wie Feuerwerk in einem wunderschönen Lichtspektakel erstrahlen lassen, und dabei tier- und menschenfreundlich sind. In Landshut zum Beispiel wurden 2018 jegliche Feuerwerke in der Innenstadt verboten, und stattdessen eine Licht- und Lasershow angeboten.
Auch die Durchführung professioneller und zentral organisierter Feuerwerke sind deutlich weniger schädlich als die private Böllerei. Sie sind sicherer und belasten die Umwelt deutlich weniger, da die Inhaltsstoffe der Feuerwerkskörper geprüft und legal sind und außerdem deutlich weniger Müll anfällt.
Ist Silvesterfeuerwerk nicht ein schönes Event für alle?
Nein. Böllerei ist unglaublich rücksichtslos gegenüber all denjenigen, die unter ihr leiden. Für viele Menschen ist die Silvesternacht nichts als beängstigend und stressig, und viele trauen sich nicht mehr aus ihren Wohnungen oder flüchten über den Jahreswechsel ganz aus der Stadt. Einer repräsentativen Umfrage zufolge wünscht sich eine Mehrheit von 53 Prozent aller Deutschen ein Verbot privater Silvesterfeuerwerke. Und besonders Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma, Tumorerkrankungen oder Lungenentzündungen, Schwangere, Kinder und Menschen mit (Kriegs-)Traumata leiden unter dem Lärm, den Explosionen und der Umweltverschmutzung durch die Feuerwerkskörper.
Trotzdem zum eigenen Vergnügen auf das Böllern zu bestehen ist schlicht rücksichtslos. Vor allem, da das Feuerwerk keinesfalls alternativlos ist.