Stoppt den Import von Fracking-Gas!
Der Import von Fracking-Gas über deutsche LNG-Terminals muss gestoppt werden: Deutschland darf sich nicht von Trump erpressen lassen! Darum geht’s
Trump droht erneut mit Strafzöllen, um seine Ziele zu erreichen. Und was macht die EU? Sie hat sich zuletzt verpflichtet, fossile Energien, insbesondere schmutziges Fracking-Gas im Wert von 250 Milliarden US-Dollar pro Jahr zu importieren und damit die Importmenge zu vervielfachen. Doch wer jetzt weiter US-Gas und Öl importiert, finanziert die irren Eskapaden Trumps mit europäischem Geld direkt mit. Es ist an der Zeit, uns von Trumps Einfluss zu befreien und unsere Energieversorgung unabhängig zu machen. Denn eins ist klar: US-Präsident Trump schreckt nicht davor zurück, Energieversorgung als geopolitisches Druckmittel einzusetzen.
Es ist an der Zeit, uns von Trumps Einfluss zu befreien. Der Bau weiterer LNG-Terminals muss sofort gestoppt werden und wir müssen endlich den Weg für eine nachhaltige und unabhängige Energiezukunft ebnen. Unterschreibe jetzt unsere Petition, um den Import von Trumps Fracking-Gas zu stoppen und den Bau weiterer LNG-Terminals zu verhindern! Fordere Bundeskanzler Merz auf, sich klar gegen das Importversprechen zu positionieren!
Weitere Infos zu den Risiken deutscher LNG-Importe aus den USA findest du im aktuellen Bericht der DUH und des Center for American Progress (CAP) hier.
Unterschreibe jetzt
die Petition, um den Import von Trumps Frackinggas nach Deutschland und den Bau weiterer LNG-Terminals zu stoppen!
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Fracking-Schäden entlang der Lieferkette
Fragen und Wissenswertes
Auswirkungen von Fracking und Erdgas-Importen
Warum ist Fracking so klimaschädlich?
Fracking führt zu einer schlechten Klimabilanz. Die Treibhausgasbilanz von Fracking-Gas fällt mindestens so schlecht aus, wie die von Kohle, wenn auch die bei Förderung, Transport und Lagerung anfallenden Methanemissionen berücksichtigt werden. Dies ergibt sich aus der besonders klimaschädlichen Wirkung von fossilem Methan, das über 20 Jahre 83-mal stärker wirkt als CO2. Mehrere kürzlich veröffentlichte Studien haben erwiesen, dass die Methanemissionen der Öl- und Gasförderung in den USA wegen Unterschätzungen beim Fracking tatsächlich doppelt oder dreifach so hoch sind wie offiziell angegeben.
Welche Konsequenzen haben unsere Fracking-Gas-Importe für die Lieferländer?
88 Prozent der LNG-Importe aus den USA werden über Fracking gewonnen. Wer US-amerikanisches LNG importiert, kauft also ziemlich sicher Fracking-Gas. Da wir große Mengen an Erdgas aus den USA importieren, importieren wir also Fracking-Gas, also Gas, das mit einer Methode gefördert wurde, die in Deutschland aus guten Gründen weitgehend verboten ist. Neben extremen Umweltschäden hat Fracking auch gesundheitliche Folgen wie Krebs- und Atemwegserkrankungen. Da Fracking hauptsächlich an Orten betrieben wird, an denen vor allem einkommensschwächere Menschen leben, sind in den USA hiervon überproportional häufig schwarze und indigene Menschen (BIPoC) betroffen. Dieses Phänomen wird Umweltrassismus genannt. Dass Deutschland aus genannten Gründen selbst ein weitgehendes Fracking-Verbot hat und nun Fracking-Gas aus kolonial geprägten Strukturen importiert, lehnen wir als Deutsche Umwelthilfe ab.
Warum macht uns der Ausbau der LNG-Infrastruktur abhängig von anderen Regimen und was ist gefährlich daran?
Deutschland bezieht LNG vor allem aus den USA. Ein kleineren Anteil kommt aus Ländern wie Katar, Algerien und weiteren Exportländern.
Der Großteil ist jedoch US-amerikanisches LNG, 2025 kamen 95 % der Lieferungen aus den USA, insbesondere aus Texas und Louisiana. Aus Sicht der DUH führt der verstärkte Shift hin zu Lieferungen von verflüssigtem Erdgas (LNG) aus den USA zu einer gefährlichen Abhängigkeit von einem zunehmend unberechenbaren Partner. Die Abhängigkeit von russischem Gas 2022 hat gezeigt, wie verwundbar Deutschland ist. Der erneute Aufbau einer Gas-Abhängigkeit von einem Lieferanten ist wirtschaftlich riskant und stellt Klimaziele in Frage..
Mit dem steigenden Kauf von LNG an deutschen LNG-Terminals werden insgesamt Länder mit viel Geld unterstützt, in denen Menschenrechte nicht respektiert und Umweltstandards nicht eingehalten werden. Die Deutsche Umwelthilfe fordert daher, auf erneuerbare Energien, verbunden mit Elektrifizierung und Stromspeichern zu setzen, um eine resiliente, unabhängige und zukunftsfähige Energieversorgung zu gewährleisten.
Sollte der Import von Fracking-Gas verboten werden, wo soll das Gas dann herkommen?
Im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch der Jahre 2018-2021 wurden 2023 rund 17,5 Prozent weniger Erdgas verbraucht. Langfristig gehen die verfügbaren Prognosen von einem noch deutlich stärkeren Rückgang aus.
Mit einer Entscheidung gegen den Import von Fracking-Gas würde in Deutschland folglich keine Versorgungslücke entstehen, sondern im Gegenteil mehr Sicherheit für Klima- und umweltfreundliche Investitionen geschaffen werden – sowohl in- als auch außerhalb Deutschlands.
Ist ein Importverbot für Fracking-Gas nicht zu vereinfachend?
Die massiven Schäden durch Fracking sind erwiesen und gemeinhin diskutiert. Deswegen gelten sowohl in Deutschland als auch in anderen EU-Staaten wie Italien, Frankreich, den Niederlanden und Spanien auch berechtigterweise Verbote und Moratorien für den Einsatz der Risikotechnologie. Die extremen Auswirkungen von Fracking auf Mensch und Umwelt im eigenen Land auszuschließen, in den Lieferländern aber zu tolerieren zeugt von einer Doppelmoral, die ausblendet, was der fossile Energiehunger Deutschlands im Ausland anrichtet. Ein Verbot von Fracking-Gas-Importen wäre eine konsequente Lösung, die dem Selbstanspruch Deutschlands als Vorreiter beim Schutz des Klimas, der Umwelt und der Menschenrechte entspricht.
Sollen wir dann lieber wieder Pipelinegas aus Russland anstatt US-LNG importieren?
Russisches Pipelinegas finanziert den menschenverachtenden Angriffskrieg Putins auf die Ukraine. Die Abkehr davon ist richtig und darf keinesfalls zurückgenommen werden. Es gibt hier kein „entweder oder“ – durch verstärkte Importe aus Norwegen und Nordafrika, einen beschleunigten Rückgang der Gasnachfrage insgesamt und erhebliche Einspeicherung von Erdgas über den Sommer kommen wir auch zukünftig gut durch den Winter. Dafür brauchen wir weder russisches Erdgas noch Fracking-Gas aus den USA.
Fragen zum Gasausstieg und zum Frackinggas-Import-Verbot
Wieso nur ein Stopp von Fracking-Gas? Sollten wir nicht komplett aus Gas aussteigen?
Wir müssen aus allen fossilen Brennstoffen aussteigen, um die Klimakrise abzuwenden. Aber das geht nicht von heute auf morgen. Wir müssen aber schon heute alles tun, um so wenig Treibhausgas wie möglich auszustoßen. Außerdem müssen jegliche Formen von Menschenrechtsverletzungen durch unseren Energiehunger gestoppt werden. Fracking-Gas schneidet unter allen diesen Gesichtspunkten am schlechtesten ab. Insofern ist es nur logisch, den Gasausstieg mit der umwelt-, klima- und gesundheitsschädlichsten Gasförderungstechnologie einzuläuten. Ein deutsches Fracking-Gas-Importverbot sendet ein wichtiges Signal an die USA und die ganze Welt und kann dazu beitragen, Fracking-Gas aus dem Weltmarkt zu verdrängen und dabei gleichzeitig die Menschenrechte zu verteidigen.
Ist Fracking in Deutschland komplett verboten?
Der Bundestag beschloss im Juni 2016 ein Verbot des sogenannten unkonventionellen Frackings in Schiefergestein und Kohleflözen. “Konventionelles” Fracking in Sandsteinschichten, wie es in Niedersachsen seit Jahrzehnten praktiziert wird, wurde hiervon explizit ausgenommen. Die künstliche Trennung in “gutes” und “schlechtes” Fracking ist weltweit einzigartig, da auch im Sandstein gefangenes Gas üblicherweise den unkonventionellen Lagerstätten zugeordnet wird. Es besteht zudem die Gefahr, dass auch dieses Teilverbot wieder aufgehoben wird: Nach dem Abschlussbericht der Expertenkommission Fracking 2021 steht eine Überprüfung im Bundestag an, die bislang noch nicht stattgefunden hat. Fracking in Deutschland wieder zu erlauben wäre mit den Klimazielen fundamental unvereinbar und würde die Energiewende durch fossilen Lock-In ausbremsen, wie auch das Umweltbundesamt bestätigt. Bestrebungen in diese Richtung beurteilt die Deutsche Umwelthilfe als gefährlichen Irrweg.
LNG-Terminals in Deutschland
Welche LNG-Terminals gibt es in Deutschland bereits und welche sollen noch hinzukommen? Ist das sinnvoll?
Neun LNG-Terminals sind an fünf Standorten in Deutschland geplant oder bereits in Betrieb: Wilhelmshaven, Stade, Brunsbüttel, Lubmin, Mukran Vier schwimmende LNG-Terminals, sogenannte “Floating Storage and Regasification Units” (FSRUs) sind seit Ende 2022 bzw. Anfang 2023 in Brunsbüttel, Lubmin/ Mukran und Wilhelmshaven in Betrieb. Eine FSRU in Stade, war bereits genehmigt worden, ist bislang jedoch nicht in Betrieb gegangen. Es wird erwartet, dass die FSRU in Stade ihren Betrieb in Q3 2026 aufnimmt. Ab 2028 sollen dann zudem drei feste, landseitige Terminals in Stade, Wilhelmshaven und Brunsbüttel den Betrieb aufnehmen sollen.
Über die deutschen LNG-Terminals wurde 2025 insgesamt 11 Mrd. Kubikmeter LNG importiert. 95% davon waren Importe aus den USA und damit zu einem Großteil Frackinggasimporte. Die bisher in Betrieb stehenden deutschen LNG-Terminals waren dabei zu etwa 60% ausgelastet.
Angesichts der stabilen Gasversorgung und dem zurückgehenden Verbrauch besteht kein Bedarf für weitere LNG-Terminals. Die Lageberichte der Bundesnetzagentur sowie die Herabstufung der Alarmstufe Gas durch die Bundesnetzagentur im Juli 2025 unterstützen diese Einschätzung: Es braucht keine weiteren LNG Terminals in Deutschland!
Im Gegenteil: Wenn alle LNG-Projekte wie geplant umgesetzt werden, hätte Deutschland 2030 eine fossile Überkapazität von über 50Mrd. Kubikmetern ausgebaut. Aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe ist das unverhältnismäßig und riskant für die Einhaltung der Klimaziele.
Was genau sind Überkapazitäten und welche Folgen haben sie für unsere Klimaziele?
Studien zeigen, dass Deutschland keine weiteren Importterminals für fossiles Gas braucht. Die deutschen LNG-Pläne beruhen auf höchst unwahrscheinlichen Szenarien. Es hat seit dem Wegfall von russischen Gasimporten keine Gasknappheit gegeben. Im Gegenteil: Die Erdgasspeicher waren und sind überdurchschnittlich gut gefüllt.
Für 2030 liegt der Erdgasbedarf nach Angaben der Bundesregierung bei 74,1 Mrd. m³. Wenn alle LNG-Projekte jedoch wie geplant umgesetzt werden, hätte Deutschland im Jahr 2030 eine Überkapazität von über 50 Mrd. m³.
Mit dem nunmehr genehmigten Betrieb der vier schwimmenden Terminals stehen darüber hinaus bereits vorsorgliche Back-Ups in einem erheblichen Umfang zur Verfügung. Der massive weitere Ausbau von LNG-Importinfrastruktur führt zu neuen fossilen Abhängigkeiten, wird für die Versorgungssicherheit nicht benötigt und lässt einmal mehr die Erreichung der Klimaziele in weite Ferne rücken.
Damit wir unsere Klimaziele erreichen können, können wir nur noch eine begrenzte Menge an Treibhausgasemissionen verursachen. Die aktuell geplanten und bereits im Betrieb befindlichen LNG-Terminals zehren einen erheblichen Anteil des CO2- Restbudgets auf, das Deutschland zur Einhaltung des Pariser Klimaabkommens bleibt.

Wie sieht es denn mit Wasserstoff (H2) aus?
Sollen die LNG-Terminals Wasserstoff (H2) importieren?
Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass die LNG-Terminals für Wasserstoff oder seine Derivate genutzt werden können. Insbesondere für schwimmende LNG-Terminals ist die Umrüstung nach derzeitigem Wissenstand nicht möglich; eine Umrüstung von landseitigen Terminals ist nicht sichergestellt. Durch die langfristigen Lieferverträge für Fracking-Gas und das insgesamt mit großen Unsicherheiten behaftete Hochlaufen der Wasserstoff-Wirtschaft ist eine Umstellung unwahrscheinlich.
Jetzt neue Fracking-Gas-Importterminals zu bauen, die irgendwann angeblich auf grüne Gase umgestellt werden sollen, schadet dem Klima weit mehr, als es ihm hilft. Steuergelder und Investition müssen in bewährte und verfügbare Energiewende-Technologien wie die Erneuerbaren, die Wärmepumpe oder Batteriespeicher fließen.
6 Gründe gegen Fracking